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Legende und Wirklichkeit

Vom Wappentier und den künstlerisch gestalteten Skulpturen

Esens ist eine Kleinstadt im ostfriesischen Landkreis Wittmund sowie Mitgliedsgemeinde und Verwaltungssitz der Samtgemeinde Esens. Sie liegt nur 4 Kilometer von der Nordseeküste entfernt. Wenn man durch die Stadt geht, fallen einem sofort die vielen Bären auf. Doch warum sind hier so viele? Ein Blick in die Historie:

Geschmackliche Harmonie​

Seit dem 16. Jahrhundert wird im Esenser Stadtsiegel und heutigen Stadtwappen ein aufrechtstehender schwarzer Bär dargestellt.

Im Mittelalter, so die Legende, hielt sich in den Stadtmauern ein Bärenzieher mit seinem Tanzbären auf, als feindliche Truppen die Stadt belagerten. Als die Lebensmittel zur Neige gingen und man keinen Ausweg mehr wusste, sperrten die Esenser den Bären in den   Lampenturm. Hier stieg das Tier nach oben und bewarf die Belagerer von den Turmzinnen brüllend mit herausgebrochenen Steinen. Die Feinde zogen daraus den falschen Schluss: Sie meinten, die Esenser hätten noch genug Nahrung, um einen unnützen Bären durchfüttern zu können – und brachen die Belagerung ab. So hat der Bär die Stadt gerettet, und als Dank wurde er zum Esenser Wappentier.

Tatsächlich führte Sibet Attena (regierte 1447–1473), Häuptling im Harlingerland, bereits solch einen Bären im Wappen.

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Nährstoffreiche Symbiose​

Ehrenbürger Wilhelm Eberecht, der von 1994 - 2004 Bürgermeister der Stadt Esens war, brachte die Idee aus Berlin mit. Der Bär eignet sich für die Stadt, da er sich auf dem Esenser Wappen wiederfindet. Anlässlich des 475. jährigen Stadtjubiläums in 2002 wurden insgesamt 44 Buddy-Bären, in Abstimmung mit der Bundeshauptstadt, aufgestellt.

Die Künstler Ida Oelke, Hans-Christian Petersen, Horst Buldt, Stephan Höstermann, Hans Kutschinski, Johann Janssen, Mareke Happach und Harry Fisch gestalteten die weißen Kunststoffrohlinge in Absprache mit Eigentümern und Sponsoren - der Bär muss nämlich individuell, und auf die eigene Tätigkeit zugeschnitten sein.

Die künstlerisch gestalteten Bären sind heute aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken und gelten als Sehenswürdigkeit, sowie als Fotomotiv für Urlauber und Einheimische. Mittlerweile stehen insgesamt 52 Bären in Esens. Starten Sie einen Rundgang mithilfe des Esenser Bärenflyers, den es in der Tourismusinformation gibt. www.stadt-esens.de  www.esens.de

Vielfältige Zubereitungsmöglichkeiten​

Bei den Skulpturen handelt es sich um Buddy-Bären, die weit über die Grenzen Deutschlands bekannt sind und auch in Berlin stehen. Vertrieben werden sie von der Buddy-Bär Berlin GmbH. Die farbenfrohen Bären sind Sympathieträger und vermitteln Fröhlichkeit, Optimismus und Lebensfreude: Durch viele Ausstellungen der United Buddy Bears sind sie weltweit zu Symbolen für Toleranz, Völkerverständigung und ein friedliches Miteinander geworden. Durch Charity-Aktionen kamen für notleidende Kinder bereits mehr als 2,2 Millionen Euro an Spendengeldern für Hilfsorganisationen zusammen. www.buddy-baer.com

Von Heike Goyert